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Pädagogisches Konzept

„Zwanzig bis fünfzig Mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. (…) Das ist der Grund, warum wir bei all dem, was wir mit Begeisterung machen, auch so schnell immer besser werden. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft. So werden all jene Stoffe produziert, die für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht werden. So einfach ist das: Das Gehirn entwickelt sich so, wie und wofür es mit Begeisterung benutzt wird.“ (Gerald Hüther, Neurobiologe)

Die Kinder.Gruppe.Amerling.Haus. ist ein Ort, an dem Kinder kreativ und inspiriert sein können – eigenständig und experimentierend, ein Ort, an dem die Kinder ihr Verständnis von dem wer sie sind vertiefen können, ein Ort, in dem sie reale Herausforderungen meistern und Verantwortungen übernehmen dürfen.
Es liegt uns am Herzen, die angeborene Begeisterung und Kreativität unserer Kinder zu erhalten und zu fördern. Im Kindergruppenalltag lernen die Kinder Basis-Tools für eine sinnerfüllte und glückliche Lebensgestaltung. Jedes Kind erfährt, dass es in seiner Einzigartigkeit genau richtig ist und gebraucht wird.
Die Kinder.Gruppe.Amerling.Haus. ist eine Bildungseinrichtung der Zukunft und integriert reformpädagogische Konzepte wie diejenigen von Maria Montessori und Rebecca Wild in ihren Alltag. Diese Konzepte passen wunderbar zur Initiative „Schule im Aufbruch“, der die Kindergruppe ebenfalls folgt, um so eine optimale Potenzialentfaltung zu erreichen:
– Es geht um Selbstverantwortung statt Pflichterfüllung
– Um Schatzsuchen statt Fehlersuchen
– Um Lob und Vertrauen statt Negativ-Auslese oder Laissez-faire

„Es wäre also an der Zeit, aufzuwachen und unsere Schulen (red. Anm.: Kindergruppen) in das umzuwandeln, was sie sein müssten: Werkstätten des Entdeckens und Gestaltens, Erfahrungsräume zur Entfaltung der in allen Kindern angelegten Potenziale, Begegnungsorte für das Voneinander- und Miteinander-Lernen, Basislager des Erlebens von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung und des Gefühls, aneinander und miteinander über sich hinauswachsen zu können.“ (Gerald Hüther, Neurobiologe)

Potenzialentfaltung Kinder.Gruppe.Amerling.Haus.

Sicherheit und Orientierung

In der Kindergruppe gibt es viel Raum zum freien Spiel, ebenso wichtig ist für uns aber das regelmäßige Versammeln der Kinder (Morgenkreis), um in Einbeziehung der auftauchenden Interessen und Themen etwas gemeinsam zu erarbeiten.

Regelmäßig wiederkehrende Programmpunkte ermöglichen den Kindern sich auf den Tag einzustellen – Morgenkreis, Thementage (Tanzen, Turnen, Ausflug, Lernbüro, Atelier,..)

 

Begeisterung

Themen und Dinge werden so präsentiert, dass die Wissbegierde und Neugier der Kinder geweckt wird. Dabei wird versucht Themen möglichst ganzheitlich zu erfassen und den Körper auf möglichst vielen Sinnesebenen anzusprechen: Beispielsweise werden im Lernbüro Buchstaben mit dem eigenen Körper geformt oder zum Verständnis des Aufbaus unserer Erde und der Schwerkraft aus Magneten und Plastilin kleine Erdkugeln gebastelt.

 

Soziale Kompetenz

Die Förderung sozialer Kompetenzen ist ein zentrales Thema in der Kindergruppe. Beispielsweise werden viele Teamspiele gespielt, die Älteren lernen dabei, die Jüngeren zu unterstützen und auf sie Rücksicht zu nehmen. So erleben sich die Kinder als zusammengehörig bzw. als Team anstatt gegeneinander zu arbeiten. Sie lernen einander zu unterstützen, um alle gemeinsam ans Ziel zu kommen.

 

Achtsamkeit

Durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen, sowie auch Übungen der Stille nach Maria Montessori, versuchen wir auch Ruhe und Einfachheit in den Alltag unserer Kinder zu bekommen. In Zeiten von Computer, Fernsehen usw. halten wir es für wichtig, der Reizüberflutung ein wenig Einhalt zu gebieten und sich darin zu üben, zu sich zu kommen und auch allen anderen Sinnen (Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören) Raum zugeben. Auch regelmäßige Ausflüge in die Natur sind für uns in diesem Sinne zentral.

 

Erfahrungen sammeln durch Engagement

Die Kinder der Kindergruppe tun gemeinsam etwas für ihre Mitmenschen. Beispiel: Nikolausspiel im Altersheim, Spenden des Erlöses aus dem Punschstand an eine Flüchtlingsfamilie, etc.

Zusammenleben in der Gruppe

Für unser Miteinander ist uns auch wichtig, dass sich jedes Kind als wichtigen Teil der Gruppe wahrnimmt. Dazu gehört für uns auch das Gefühl gebraucht zu werden bzw. einen Teil der Verantwortung für das Funktionieren zu übernehmen. Daher erhält jedes Kind eine Aufgabe, der es im Lauf eines Kindergruppenjahres nachkommt. Es gibt klare Regeln, die das Zusammenleben ermöglichen und fair gestalten sollen, die werden gemeinsam besprochen und bei Bedarf ein Plakat erstellt, innerhalb dieses Rahmens, wie wir miteinander umgehen gibt es viel Raum für Freiheit und Mitbestimmung. Die Kinder lernen so auch ein erstes Verständnis für Demokratie zu entwickeln. Beispielsweise entscheiden durch einfache Abstimmungen, in welchen Park wir heute gehen, je nach Wunsch stellen sich die Kinder auf einen blauen oder einen roten Teppich.

Wie in allen Gruppen gibt es besonders unter Kindern immer wieder Konflikte. Es ist uns wichtig, die Kinder dabei zu unterstützen, ihre Konflikte untereinander selbst zu lösen. Dazu wurde ein Mediator-Projekt ins Leben gerufen: Zwei Kinder übernehmen die Rolle einer neutralen Person – eines Streitschlichters, die im Fall eines Konflikts hinzugezogen werden kann, sich die Problematik anhört und versucht zu vermitteln oder eine einfache Lösung zu finden. Selbstverständlich stehen die Betreuerinnen unterstützend zur Seite.

 

Zusammenarbeit mit Eltern

Als elternverwaltete Kindergruppe ist die Präsenz der Eltern in der Gruppe alltäglich.

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